Das Trial-Projekt der Aktion Sport Statt Gewalt

Statt schiefer Bahn die Kurve kriegen

Das Trial-Projekt der Aktion Sport Statt Gewalt

Die „Aktion  Sport  statt  Gewalt  e.V.“ will  zunächst  bei  den Jugendlichen  das  vorhandene  Aggressionspotential  sichtbar machen  und  in  positive  Energie  (Sport  /  Bewegung) umwandeln.
Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche, denen
- aufgrund veränderter familiärer Bindungen
- einer vielfach fehlenden Werteorientierung
- mangelnder  Ausbildung ihre Zukunft ohne Perspektive erscheint.

Den Jugendlichen soll deutlich werden,
- wie viel Spaß und Selbstbestätigung Sport und Bewegung liefern können.
- dass Konflikte für alle Beteiligten besser „fair“ und „konstruktiv“ ausgetragen werden können, als durch Gewalt.
Die  Bedeutung  von  Sport  und  Bewegung  für  eine  positive Persönlichkeits- und  Identitätsentwicklung  und  damit  auch zur Gewaltprophylaxe ist unbestritten.
Tatsache ist, dass der Sport, den wir im Jugendschutz und in der Sozialarbeit propagieren, nicht unbedingt der Sport ist,  den  wir  in  den  Sportvereinen  vorfinden.  Er  ist  aber der Sport, der sich in den Jugendkulturen ausformt. Daher sollten die Angebote an jugendlichen Bedürfnissen ausgerichtet sein; auf jugendkulturelle Bewegungen eingehen und Blamagesituationen vermieden werden.
Die NRW-Initiative „Kurve kriegen“, mit der gefährdete Kinder und Jugendliche ihr Leben ohne Kriminalität in den Griff bekommen sollen, kann wenige Monate nach dem Start erste Erfolge vorweisen. 153 Kinder im Alter zwischen acht und 14 Jahren nehmen bislang an diesem bundesweit einmaligen Programm der Polizei teil. „Wir sind gut aus den Startblöcken gekommen“, so Innenminister Ralf Jäger. „Die Eltern und Kinder nehmen die Hilfe an und nutzen die Chance für einen Weg aus der Kriminalität. Die Zusammenarbeit mit den Jugendämtern läuft ausgesprochen gut. So schaffen wir es gemeinsam, dem Leben der Kinder eine neue Richtung zu geben.“
Weitere Infos unter: http://www.mik.nrw.de/themen-aufgaben/schutz-sicherheit/kurve-kriegen.html

Seinen Ursprung hat der Trialsport in England. Bereits zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts sind dort Geländefahrten mit Motorrädern durchgeführt worden. Im Laufe der Zeit hat sich der Sport immer weiter ausdifferenziert, unterschiedliche Disziplinen sind entstanden.
Die deutsche Übersetzung für das Wort Trial lautet „Versuch“. Dies gibt bereits einen Hinweis auf einen Charakterzug dieser Sportart, der darin besteht, dass „Versuche“ unternommen werden sollen und müssen Hindernisse zu überwinden. Der Sportler sieht sich mit der Schwierigkeit konfrontiert, Strategien zur Lösung von Problemen in Form von Hindernissen zu erarbeiten und sie innerhalb kürzester Zeit umzusetzen.
Trial Motorräder sind leichte, geländegängige Motorräder, die im Stehen und in Schrittgeschwindigkeit bewegt werden. Durch Balance und motorische Koordination müssen Hindernisse überfahren und schwierige Parcours bewältigt werden. Geschwindigkeit ist im Zusammenhang mit dieser Art von Motorrädern eine völlig untergeordnete Größe.
Anerkennung erlangt nicht wer zuerst am Ziel ist, sondern wer das Ziel erreicht und dabei so selten wie möglich vom Motorrad abgestiegen ist, bzw. mit den Füßen den Boden berührt hat. Mit Blick auf eventuelle Verletzungsrisiken ist dies von Vorteil.
Konstruktive Merkmale des Trialmotorrads:

  • Kurzer Radstand (kleiner Wendekreis, Handlichkeit).
  • Breiter Lenker (hohe Lenkgenauigkeit).
  • Schmale, niedrige Tank-Sitzbank-Einheit
  •     (bessere Handhabung, gute Beherrschabrkeit).
  • Weit hinten angebrachte Fußrasten (gute Schwerpunktlage).

In Bezug auf die Verbesserung der Wahrnehmungsfähigkeit bietet dieses Sportgerät vielfältige Möglichkeiten für das Bewegungslernen. Hervorzuheben sind in besonderer Art und Weise die positiven Auswirkungen auf das Vestibulär- und das Kinästhetischesystem.
Es bietet weiterhin gute Möglichkeiten, soziale Kompetenzen durch den Umgang miteinander und dadurch entstehende dynamische Prozesse in der Gruppe zu verbessern.
Nicht zuletzt bietet es für Jugendliche die Möglichkeit, die eigene Selbstwirksamkeit zu erfahren.
Zur Person: Markus Kaiser (Jahrgang 1971), Sonderpädagoge und Sportlehrer beschäftigt an einer Förderschule in Herdecke. Durchführung von Trial-Projekten seit 2000. Selbst aktiv im Motorsport, derzeit Teilnahme am Deutschen Enduro Pokal.
Das Trial-Projekt der Aktion Sport Statt Gewalt im Rahmen des Projektes Kurve Kriegen richtet sich an gefährdete Kinder und Jugendliche. Geplant sind insgesamt 20 Veranstaltungen jeweils im Umfang von zwei Stunden auf dem Gelände des MSC Herbede.
Der MSC Herbede stellt für dieses Projekt freundlicher Weise sein Gelände zur Verfügung.
Infos zum MSC Herbede unter: http://www.msc-herbede.de/


Rückfragen an:
Markus Kaiser
Muhler Straße 21
58091 Hagen
Tel.: 02337 485664

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